KI-Sicherheit

5 Sicherheitsfehler bei KI-Agenten, die Unternehmen teuer zu stehen kommen

KI-Agenten sparen Zeit, können aber zum Risiko werden, wenn die richtigen Sicherheitsmaßnahmen fehlen. Diese fünf Fehler sollten Unternehmen vermeiden.

Für Unternehmen und Entscheider4 Minuten Lesezeit

KI-Agenten können E-Mails bearbeiten, Daten auswerten, Tickets lösen oder selbstständig Aktionen in Unternehmenssystemen ausführen. Das spart Zeit – kann aber schnell zum Risiko werden, wenn die richtigen Sicherheitsmaßnahmen fehlen.

Diese fünf Fehler sollten Unternehmen vermeiden.

1. Der Agent bekommt zu viele Rechte

Ein Agent sollte nur auf die Daten und Funktionen zugreifen können, die er für seine Aufgabe wirklich braucht.

Ein System, das Supportanfragen zusammenfasst, muss keine Kundendaten exportieren oder Datensätze löschen können. Je größer die Berechtigungen, desto größer der mögliche Schaden.

2. Externe Inhalte werden ungeprüft übernommen

Manipulierte Anweisungen können in E-Mails, Webseiten oder Dokumenten versteckt sein. Ein Agent könnte sie als legitimen Auftrag interpretieren und dadurch sensible Daten weitergeben oder unerwünschte Aktionen ausführen.

Dieses Risiko wird als Prompt Injection bezeichnet.

3. Kritische Aktionen laufen vollständig automatisch

Nicht jede Aufgabe sollte ohne Kontrolle ausgeführt werden. Bei Zahlungen, Änderungen an produktiven Systemen oder dem Versand vertraulicher Informationen sollte weiterhin ein Mensch entscheiden.

Autonomie sollte immer vom Risiko der Aktion abhängen.

4. Niemand kann nachvollziehen, was passiert ist

Unternehmen müssen erkennen können, auf welche Daten ein Agent zugegriffen hat, welche Tools er genutzt hat und welche Aktionen er ausgeführt hat.

Ohne vernünftiges Logging wird es im Ernstfall schwierig, Fehler aufzuklären oder einen Angriff zu erkennen.

5. Security kommt erst kurz vor dem Go-live

Berechtigungen, Freigaben und Sicherheitsgrenzen nachträglich einzubauen, ist oft kompliziert und teuer. Security sollte deshalb bereits bei der Auswahl des Anwendungsfalls mitgedacht werden – nicht erst, wenn der Agent produktiv gehen soll.

Orientierung bieten unter anderem das NIST AI Risk Management Framework, MITRE ATLAS und das OWASP AI Agent Security Cheat Sheet.

Fazit

KI-Agenten können Unternehmen viel Arbeit abnehmen. Gleichzeitig können kleine Fehler direkte Auswirkungen auf Daten, Kunden und Geschäftsprozesse haben.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht nur: Was kann unser Agent?

Sondern auch: Was darf er – und was passiert, wenn etwas schiefläuft?

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